Das Naturschutzgebiet Mondragó befindet sich südlich von Portopetro und ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen. Im Naturpark selbst gibt es zahlreiche kleinere Rundwanderwege. Wir wandern heute abseits vom Naturpark in den kleinen Hafenort Portopetro mit Abstecher zum Leuchtturm und dann zurück durch den Naturpark an zauberhaften kleinen Naturbuchten vorbei.
Diese Rundwanderung verbindet ruhige Naturpfade, maritimes Hafenflair und einige der schönsten Buchten im Südosten Mallorcas. Sie ist leicht zu gehen, abwechslungsreich und ideal für alle, die Genusswandern mit Badepausen kombinieren möchten.
Wir fahren mit dem Auto aus nördlicher Richtung kommend nach Portopetro, ein kleines Hafenörtchen - gleich hinter Cala D'Or. In Portopetro folgt man einfach den braunen Wegweisern „Parc Mondragó“. Auf schmalen Nebenstraßen geht es direkt bis zum beliebten Strand Sa Font de N'Alís, wo es auch einen größeren Parkplatz gibt. In der Hauptsaison muss man für ein Tagesticket 5,- Euro bezahlen. In der Nebensaison ist der Parkplatz hingegen kostenlos.
Vom Parkplatz aus folgen wir zunächst der „Carretera de la Mondragó“ etwa 600 Meter zurück in Richtung Portopetro. Kurz bevor die Straße endet, weist uns auf der rechten Seite ein Strommast den Weg: Hier zweigt ein schmaler Trampelpfad ab, dem wir folgen. Wir orientieren uns an der sogenannten braunen Spur.
Der Pfad schmiegt sich anfangs an eine niedrige Steinmauer, taucht dann in einen kleinen Kiefernwald ein und führt weiter durch dichtes mediterranes Buschwerk. Schon nach wenigen Minuten lässt der Naturboden wieder Asphalt unter den Füßen spüren – wir erreichen einen geteerten Weg, dem wir nach links bis zum Ende folgen. Dort biegen wir rechts in die „Avinguda de sa Torre“ ein.
Die schmale Straße bringt uns weiter hinunter Richtung Portopetro. Der Leuchtturm liegt bereits in erreichbarer Nähe, bleibt für den Moment aber noch außen vor – ihm statten wir erst auf dem Rückweg einen Besuch ab. Auf der linken Seite passieren wir eine größere Hotelanlage; an deren Ende führt ein Abzweig nach links hinunter zur Caló de Sa Torre.
Der schmale Weg verläuft zunächst am Zaun der Hotelanlage entlang, doch schon nach wenigen Minuten öffnet sich die Landschaft – und wir stehen an der idyllisch gelegenen Caló de Sa Torre. Die kleine Naturbucht wirkt fast wie ein versteckter Rückzugsort: überschaubar, ruhig und von Felsen eingerahmt.
Zwar ist die Bucht nicht besonders groß, doch der helle Sandstrand und der flach abfallende Einstieg ins Meer machen sie zu einem idealen Platz für eine kurze Badepause oder einfach zum Innehalten. Das klare Wasser schimmert je nach Lichteinfall in verschiedenen Türkistönen – ein Ort, an dem man leicht länger bleibt als geplant.
Nur etwa 300 Meter weiter liegt bereits die Caló des Homes Morts, die wir auf einem kurzen Küstenabschnitt erreichen. Auch sie ist eine kleine, natürliche Bucht, wirkt jedoch deutlich belebter. Durch den direkten Zugang von der angrenzenden Hotelanlage wird es hier vor allem in den Sommermonaten schnell voller – ein spürbarer Kontrast zur ruhigeren Caló de Sa Torre.
Über einen etwas steileren Pfad verlassen wir die Bucht wieder und wandern weiter in Richtung Zentrum von Portopetro. Am Hafen angekommen, bietet sich eine ideale Gelegenheit für eine Pause: Entlang der Promenade reihen sich Cafés und Restaurants, Boote schaukeln im Wasser, und das lebhafte Treiben am Kai verleiht dem Ort eine entspannte, maritime Atmosphäre.
Im kleinen Kreisverkehr am Hafeneingang halten wir uns südöstlich und gehen direkt an den dort ankernden Booten vorbei. Ganz am Ende führt der Weg nach rechts über einige Steinstufen hinauf auf das Küstenplateau. Von hier aus folgen wir dem Weg am Meer entlang und gelangen schließlich wieder zurück zur „Caló des Homes Morts“ – ein schöner Übergang vom Hafenflair zurück zur Natur.
Auch an der „Caló de Sa Torre“ kommen wir noch einmal vorbei, bevor wir zurück zur Straße gehen und uns nach links wenden. Wenige Schritte später erreichen wir den Torre de Portopetro, einen historischen Wehrturm aus dem 16. Jahrhundert. Er erinnert daran, dass diese heute so friedliche Küste einst regelmäßig von Piraten bedroht war – von hier aus wurde das Meer beobachtet und frühzeitig vor Angriffen gewarnt.
Nur ein paar Schritte weiter, ganz am Ende der schmalen Landzunge, steht der Far de Portopetro. Im Gegensatz zu vielen anderen Leuchttürmen der Insel ist er noch vergleichsweise jung und wurde erst 1993 erbaut. Der rund acht Meter hohe Turm steht auf einer leicht erhöhten, betonierten Plattform und wirkt schlicht und funktional – ohne große Inszenierung, aber genau passend zu seiner Lage zwischen Hafen und offenem Meer.
Dieser Wanderabschnitt wirkt fast wie ein kleines Extra zur Tour: ruhiger, offener, mit mehr Weite. Am Leuchtturm angekommen, genießt man schöne Ausblicke entlang der Küste und hinaus aufs Meer – ein Platz zum Durchatmen und Verweilen, bevor der landschaftlich wohl schönste Teil der Wanderung beginnt.
Und dann kommt das Finale, das diese Runde so besonders macht: der Rückweg führt nicht einfach nur zurück, sondern über zauberhafte Naturbuchten. Nach dem Hafen und der Leuchtturm-Weite taucht man wieder in eine küstennahe, naturbelassene Welt ein.
Vom Leuchtturm aus wandern wir zurück bis zum Abzweig „Caló de Sa Torre“ und biegen dort nach links ab. Wenige Schritte später tauchen wir in eine ruhige Villensiedlung ein und folgen der „Avinguda d'en Jorn Ultzon“. Die Straße ist wenig befahren und angenehm zu gehen.
Am Ende der Straße wechseln wir in die „Carrer Caragler“. Nach etwa 200 Metern weist uns auf der linken Seite ein Stromkasten den Weg: Hier verlassen wir den Asphalt und biegen in einen schmalen Waldweg ein. Der Pfad führt leicht abwärts durch Kiefern und mediterranes Buschwerk und bringt uns schon bald direkt ans Meer.
Unten angekommen eröffnet sich ein wunderschöner Blick entlang der Küste und hinüber zum Naturpark Mondragó – ein Moment zum Innehalten. Von hier aus folgen wir dem gut erkennbaren Küstenweg, der uns direkt zur Sa Barca Trencada führt. Die kleine, malerische Bucht begeistert mit hellem Sandstrand und leuchtend türkisfarbenem Wasser. In der Hauptsaison hat hier auch ein Chiringuito geöffnet – perfekt für eine kurze Erfrischung. Durch den großen Hotel- und Appartementkomplex hinter dem Strand ist die Bucht vor allem in den Sommermonaten gut besucht, doch landschaftlich bleibt sie dennoch ein echtes Highlight auf dieser Wanderung.
Wir verlassen die Bucht über den Strandzugang und halten uns nach links. Der Weg führt zunächst durch die weitläufige Hotel- und Appartementanlage, die wir zügig durchqueren. Für etwa 600 Meter bleiben wir nun auf dem „Camí de Sa Barca Trencada“ und folgen der Straße ohne Abzweige. Am Hinweisschild Parc natural de Mondragó verlassen wir den Asphalt und tauchen in einen lichten Kiefern- und Pinienwald ein. Schon nach kurzer Zeit öffnet sich die Landschaft überraschend – und wir stehen plötzlich vor der nächsten kleinen Naturbucht. Umrahmt von markanten Felsformationen liegt sie fast versteckt unter uns.
Es handelt sich um die Caló des Borgit: ein feiner Sandstrand, leuchtend türkisblaues Wasser und ein herrlicher Blick hinüber in das Naturschutzgebiet machen diesen Ort zu einem echten Lieblingsplatz. Perfekt für eine Pause, zum Durchatmen oder einfach zum Staunen. Und jetzt im Februar gehört uns diese zauberhafte Bucht fast ganz allein. 😍
Von der Caló des Borgit folgen wir weiter dem Küstenpfad durch den Parc Natural de Mondragó. Pinien spenden Schatten, und zwischen den Bäumen blitzt immer wieder das Meer auf.
Schon bald erreichen wir die Cala Mondragó (ofiziell als „Sa Font de n'Alis“ bezeichnet), eine der bekanntesten Buchten des Naturparks. Der helle Sand und das klare Wasser laden noch einmal zu einer letzten Pause ein. Von hier aus könnte man auf direktem Weg zurück zum Parkplatz – wir entscheiden uns jedoch für einen kleinen Umweg. 😉
Hinter dem Sandstrand führt ein weitere Wanderweg am „Torrent d'en Colovert“ vorbei. Wie folgen dem Wanderweg 1, der schlußendlich im hinteren Bereich unseres Parkplatzes endet. Und hier schließt sich dann der Kreis. Zurück bleiben viele Eindrücke: Hafenflair, Leuchtturm-Weite, Küstenpfade und Buchten wie aus dem Bilderbuch. Eine leichte, genussvolle Rundwanderung, die zeigt, wie vielseitig Mallorca auch abseits großer Routen sein kann.
Tourenprofil: Rundwanderung Naturpark Mondragó
Wanderroute: Naturpark Mondragó - Portopetro
Diese Rundwanderung ist eine rundum gelungene Genusstour, die sich problemlos auch für Familien mit Kindern eignet. Die Wege sind überwiegend leicht zu gehen, die Strecke ist abwechslungsreich und erfordert keine besondere Grundkondition. Gerade die Mischung aus Naturpark, Hafen, Leuchtturm und mehreren Badebuchten macht diese Wanderung so besonders.
Wer die Tour in den wärmeren Monaten unternimmt, sollte auf jeden Fall Badesachen einpacken – ein Sprung ins türkisfarbene Wasser einer der zahlreichen kleinen Naturbuchten gehört hier einfach dazu. Außerdem empfiehlt es sich, ausreichend zu trinken und einen kleinen Snack mitzunehmen, denn abgesehen von den Cafés und Restaurants in Portopetro gibt es in der Nebensaison entlang der Strecke keine weiteren Einkehrmöglichkeiten.
Wichtig zu wissen: In der Hochsaison ist der Parkplatz im Naturpark Mondragó oft bereits gegen Mittag vollständig belegt. Wer entspannt starten möchte, sollte daher möglichst früh am Tag anreisen.
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