Die Klosteranlage Santuari de Cura befindet sich auf dem „Puig de Randa“ in 540 Metern Höhe und ist aus vielen Richtungen durch seine markante weiße Radarkugel bereits von Weiterm auszumachen. Das kleine beschauliche Dorf Randa liegt auf 210 Hm am Fuße des Berges und bietet sich als idealer Ausgangspunkt für die Wanderung zum heiligen Berg an. Das Kloster ist einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte Mallorcas und auch ein sehr beliebtes Ausflugsziel bei den Touristen. Die Klosteranlage bietet sogar 33 Zimmer für eine Übernachtung an. Weiterhin gibt es oben am Berg ein SB-Restaurant mit großer Außenterrasse, das jedoch nicht ganzjährig geöffnet hat.
Unsere Wandertour beginnt in Randa, allerdings ist es hier nicht immer leicht einen Parkplatz zu finden. Im Zentrum des Ortes gibt es zwar einen öffentlichen kostenlosen Parkplatz, der aber immer ziemlich schnell belegt ist. Eine weitere Parkmöglichkeit findet man auf der rechten Seite, wenn man den Zufahrtsweg hoch zur Cura Randa fährt – etwa 50 Meter nach dem Hinweisschild „Ma-5018 - Santuari de Cura - 5 km“. Wir hatten Glück und haben in Randa in einer kleinen Seitenstraße einen freien Parkplatz gefunden. Wir starten also im Ortskern und wandern auf den ersten 300 Metern auf der Straße entlang in Richtung „Berg“.
Wir folgen der engen Bergstraße für etwa 500 Meter bis zur ersten Linkskehre. Auf der rechten Seite befindet sich ein Tor, das für Wanderer frei zugänglich ist. Wir passieren das Tor und marschieren von nun an abseits der Serpentinenstraße auf leicht steinigem und felsigem Weg. Der schmale Wanderpfad schlengelt sich mit leichter Steigung durch Sträucher und Kiefernbäume parallel zur Bergstraße. Wir genießen die Ruhe hier auf dem Weg, denn auf der Straße ist mächtig was los – Autofahrer, Motorradfahrer und natürlich auch jede Menge Rennradfahrer sind bei diesem schönen Wetter unterwegs nach oben oder bereits wieder auf der Bergabfahrt zurück nach Randa.
Nach etwa 15 Minuten kommen wir an eine kleine Parkausbuchtung. Hier geht es rechts zum Santuari de Nostra Senyora de Gràcia, das unterste der drei Klöster, die auf dem Puig de Randa liegen. Ein kleiner Abstecher dorthin lohnt sich auf jeden Fall. Das „Santuari“ ist ein wirklich schönes Kloster, das seine Wurzeln in einer Wallfahrtskapelle, die im 15. Jahrhundert unter Einbeziehung einer Höhle unterhalb einer Steilwand von Franziskanern errichtet wurde. Die Kirche selbst kann auch heute noch besichtet werden.
Nach der kurzen Besichtigung geht es auf gleichem Weg wieder zurück zur Parkausbuchtung. Wir folgen der Bergstraße für wenige Meter und biegen in der nächsten Linkskurve gleich wieder rechts in den Wanderweg. Die nächsten 300 Meter sind etwas anstrengender. Es geht jetzt schon steiler, wieder auf steinigem Untergrund zum nächsten Etappenziel.
Die Einsiedlei „Sant Honorat“ ist das zweite Heiligtum auf dem Weg zur Cura Randa. Unser Weg führt uns genau bis vor zur Kirche. Das kleine Kloster stammt aus dem 14. Jahrhundert und eine Steintafel am Eingang erinnert heute noch an das ursprüngliche Gotteshaus. Die Anlage selbst dient vorwiegend nur noch als Seminarstätte.
Wir wandern auf dem geteerten Zufahrtsweg von der Ermita zur Bergstraße zurück und folgen der Straße für etwa 500 Meter bis zur nächsten Rechtskehre. Hier biegen wir dann links in den Wanderpfad ein – aber Achtung: der Einstieg ist nicht ganz leicht auszumachen. Auf den nächsten 200 Metern geht es mächtig steil nach oben – danach überqueren wir wieder die Bergstraße und nehmen jetzt den Wanderweg auf der rechten Seite. Vor uns ist die weiße große Radarkugel oben auf der Kuppel bereits ganz nahe zu sehen.
So allmählich kommen wir unserem Ziel immer näher. Es wird nochmals ein wenig steiler und wir müssen abermals die Bergstraße überqueren. Von der Radaranlage wandern wir die letzten 200 Meter auf der Straße bis zum Eingang der Klosteranlage. Nach jetzt insgesamt 4 Kilometern haben wir die Cura auf dem Puig de Randa erreicht und gönnen uns eine ausgedehnte Pause. 😉
Das Klostergelände ist weitläufig angelegt, bietet mehrere Picknickstellen und natürlich einen fantastischen Ausblick über die Insel. Neben der Klosterkirche befindet sich ein Souvenirshop und ein großes SB-Restaurant mit einer sehr schönen großflächigen Außenterrasse. Im wunderschön angelegten Klostergarten kann man zudem die Statue des Heiligen Franziskus bestaunen.
Nachdem wir uns erholt und die wunderbare Aussicht vom Gipfel über die Insel genossen haben, machen wir uns wieder auf den Rückweg. Wir umrunden das Klostergelände und kommen direkt zum Parkplatz vor dem Klostereingang. Wir laufen auf der Zufahrtsstraße zurück, an der Radaranlage vorbei, und biegen kurz vor der Kurve links in einen unscheinbaren Wanderpfad ein – dem „Camí d'Albenya al Santuari de Cura“. Der schmale, etwas steinige Weg schlengelt sich durch kleine Büsche und Dissgras und nach etwa 5 Minuten geht es links weiter. Auch hier haben wir wieder eine fantastische Weitsicht – diesmal in Richtung Inselnorden.
Der richtige „Wanderpfad“ ist von nun an nicht immer leicht auszumachen, so dass wir froh sind, die Tour im Vorfeld über komoot geplant zu haben. Mithilfe der GPS-Navigation hangeln wir uns auf der Nordseite des Bergs allmählich nach unten. Der Weg führt wieder über schmale, steinige Pfade, aber auch ein steiler kurzer Abstieg liegt noch vor uns. Alles in allem, aber gut zu schaffen. Trotz Sonnenscheins wandern wir volldständig im Schatten durch die herrliche Naturlandschaft. Auf derm Weg nach unten gibt es jetzt noch eine wichtige Schlüsselstelle. Der schmale Pfad mündet in einen breiten Wanderweg. Diesen Weg dürfen wir aber nur für etwa 500 Meter folgen und müssen dann links wieder in einen sehr leicht zu übersehenden schmalen Pfad einbiegen.
Von nun an geht es auf deutlich besser erkennbarem Weg weiter. Zwischendurch müssen wir noch über eine Steinmauer klettern und wandern dann auf dem letzten Kilometer recht chillig zurück nach Randa.
Tourenprofil: Cura Randa auf dem Puig de Randa
Wanderroute: Cura Randa auf dem Puig de Randa
Eine Wandertour für jedermann - auch für Familien mit Kindern gut machbar. Durch ihre Geschichte der 3 Klöster des Puig de Randa ist die Tour sehr abwechslungsreich. Die Wanderpfade sind zwar teilweise recht steil, aber dennoch gut begehbar. Wir empfehlen die Tour im Spätherbst zu machen – zum einen wegen der Sonne, die dann nicht mehr so stark ist und zum anderen wegen dem Tourismusverkehr. Wer die Wanderung etwas entspannter beenden will, kann problemlos die gleiche Strecke zurücklaufen, wie beim Aufstieg. Gutes Schuhwerk ist natürlich auch bei dieser Wanderrunde Pflicht. Eine Einkehr im Restaurant an der Durchgangsstraße in Randa können wir sehr empfehlen. Es ist dort sehr nett und chillig. 😉
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