Schon von weitem ist er zu erkennen: Der Puig de Randa, gekrönt von der markanten weißen Radarkugel. Hoch oben, auf rund 540 Metern, thront das Santuari de Cura, einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte Mallorcas – und gleichzeitig ein echtes Highlight für Rennradfahrer. Die weitläufige Klosteranlage lädt nicht nur zur Rast ein, sondern bietet sogar 33 einfache Zimmer für Übernachtungsgäste. Direkt daneben befindet sich ein Selbstbedienungsrestaurant mit großer Terrasse und spektakulärem Inselblick (nicht ganzjährig geöffnet, aber immer einen Besuch wert).
Unsere Tour beginnt im Osten der Insel, in Cales de Mallorca. Ortsausgangs rollen wir in Richtung Manacor, queren die Hauptstraße und biegen auf eine schmale Landstraße nach Son Macià ab. Wenig Verkehr, viel Natur – und auf den ersten acht Kilometern ein ständiges Auf und Ab. Perfekt, um die Beine auf Betriebstemperatur zu bringen.
In Son Macià bleiben wir auf der Durchgangsstraße und fahren weiter Richtung Manacor. Nach etwa drei Kilometern überqueren wir erneut eine größere Straße und tauchen links auf einem schmalen Landwirtschaftsweg in die mallorquinische Idylle ein: vereinzelte Fincas, weite Felder, absolute Ruhe.
Nach knapp zwei Kilometern biegen wir am Stoppschild links ab und folgen dem Weg für rund fünf Kilometer. Wir befinden uns jetzt auf dem „camí de Son Fangos“ und passieren das historische Landgut Albocasser, bekannt für sein hochwertiges Olivenöl Aubocassa. Kurz darauf überqueren wir die Ma-5110 und fahren noch etwa 500 Meter geradeaus, bevor wir links Richtung Felanitx abbiegen.
Schon nach wenigen hundert Metern verlassen wir die Ma-5111 wieder und rollen auf einen landwirtschaftlichen Nebenweg. Die nächsten neun Kilometer sind pures Rennradglück: kaum Verkehr, keine nennenswerten Steigungen und eine wunderschöne, offene Landschaft – einfach laufen lassen und genießen.
Nach insgesamt rund 30 Kilometern erreichen wir die Ma-5101 und biegen links nach Porreres ab. Im Ortszentrum reihen sich kleine Cafés und Restaurants aneinander – perfekte Spots für einen kurzen Espresso-Stopp. Wir verlassen Porreres auf der „Carrer de la Santa Creu“ in Richtung Norden, folgen der Ma-5030A und biegen im großen Kreisverkehr am Friedhof rechts auf eine kleine Nebenstraße ab.
Nach etwa fünf Kilometern erreichen wir eine Kreuzung, an der wir links auf die Ma-5017 nach Randa abbiegen. Jetzt machen sich die Höhenmeter langsam bemerkbar. Auf rund fünf Kilometern geht es stetig und gleichmäßig leicht bergauf – gut fahrbar, aber man weiß: Das Highlight kommt gleich.
In Randa angekommen folgen wir im Ortszentrum dem Wegweiser zur Cura und biegen links ab. Vor uns liegen die Serpentinen. Ein Schild kündigt an, was jetzt folgt: knapp fünf Kilometer Anstieg bei durchschnittlich 5,6 % Steigung. Die Rampe fährt sich überraschend angenehm – gleichmäßig, rhythmisch, nie brutal. Kurve um Kurve arbeiten wir uns nach oben, begleitet von immer grandioseren Ausblicken.
Nach 48 Kilometern erreichen wir das Santuari de Cura Randa – Zeit für eine ausgiebige Pause. 😉 Das Klostergelände ist weitläufig, bietet mehrere Picknickplätze und einen fantastischen Rundumblick über Mallorca. Neben der Kirche gibt es einen Souvenirshop und ein großes Selbstbedienungsrestaurant mit schöner Außenterrasse. Ob kleiner Snack oder deftiges Menü – die Auswahl ist groß und die Preise sind absolut fair.
Die Abfahrt zurück nach Randa ist ein echtes Highlight. Enge Serpentinen, perfekter Asphalt und tolle Ausblicke – hier heißt es vorausschauend fahren und das eigene Tempo im Blick behalten. Zurück nach Porreres nehmen wir den gleichen Weg wie bergauf.
Im Zentrum folgen wir der Beschilderung Richtung Felanitx, verlassen den Ort auf der Ma-5100 und biegen nach etwa zwei Kilometern rechts auf den „camí de Son Mesquida“ ein. Die nächsten rund zehn Kilometer sind ideal zum Erholen: flüssig, ruhig, einfach rollen lassen.
An der Sportanlage von Felanitx biegen wir links ab und folgen der Beschilderung Richtung Manacor. Im vorletzten Kreisverkehr nehmen wir die erste Ausfahrt Richtung Portocolom. Die Verbindungsstraße ist leider etwas stärker befahren und bietet nur abschnittsweise einen Radstreifen.
Im nächsten Kreisverkehr nehmen wir die zweite Ausfahrt, und nach etwa zwei Kilometern geht es rechts ab nach Cala Murada. Zum Abschluss warten noch einmal die typischen mallorquinischen „Kamelhügel“ – bergauf, bergab – bevor wir zurück nach Cales de Mallorca rollen. Geschafft. 😉

Tourenprofil: Rennradtour zum Puig de Randa

Streckenverlauf: Ostküste - Cura Randa
Diese Rennradtour ist ein echtes Mallorca-Highlight für Genießer und ambitionierte Hobbyfahrer. Von der ruhigen Ostküste führt die Strecke über verkehrsarme Nebenstraßen durch die idyllische Inselmitte bis hinauf zum geschichtsträchtigen Santuari de Cura Randa. Der Anstieg ist gleichmäßig, gut fahrbar und belohnt mit grandiosen Ausblicken über die gesamte Insel. Die rasante Abfahrt, lange entspannte Rollpassagen und das abwechslungsreiche Streckenprofil machen diese Tour zu einer rundum gelungenen Rennradausfahrt – landschaftlich reizvoll, sportlich fordernd und dennoch sehr ausgewogen.
Für alle, die den Puig de Randa zu Fuß erklimmen wollen, können wir folgende Wandertour empfehlen:
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