Diese Tour gehört für uns zu den Rennradrunden, die man nicht einmal fährt – sondern immer wieder. Sie ist abwechslungsreich, landschaftlich wunderschön und dabei angenehm entspannt. Genau richtig für Tage, an denen man Mallorca bewusst genießen möchte.
Wir starten südlich von Llucmajor bei S’Arenal. Als Ausgangspunkt haben wir den Parkplatz am Restaurant „Molí d'en Pere“ an der Ma-6020 gewählt – unkompliziert, gut erreichbar und ideal, um direkt loszurollen.
Die ersten Kilometer fühlen sich fast wie ein sanftes Aufwärmen an. Wir folgen dem Radweg in Richtung Süden, lassen das Auto hinter uns und merken schon nach kurzer Zeit, wie der Kopf frei wird. Nach 800 Metern nehmen wir im Kreisverkehr die dritte Ausfahrt und rollen am Parkplatz des Mallorca Aqualands vorbei – ein kurzer, lebhafter Abschnitt, bevor es wieder ruhiger wird.
Nach dem nächsten Kreisverkehr geht es erneut geradeaus, noch einmal entspannt, bis wir schließlich auf die Ma-6014 abbiegen. Ab hier zieht sich die Straße für rund sieben Kilometer leicht bergauf. Die Steigung ist mit 2–3 Prozent absolut angenehm, aber bei 32 °C merken wir trotzdem: Mallorca schenkt einem nichts umsonst. Trotzdem – oder gerade deshalb – fühlt sich dieses gleichmäßige Dahinrollen richtig gut an.
Die Straße ist in sehr gutem Zustand und führt uns vorbei an „sa Torre“ und „Badia Blava“. In einer kleinen Abfahrt lassen wir „Badia Gran“ und „Tolleric“ hinter uns. Der Verkehr bleibt überschaubar, und plötzlich ist es da: dieses typische Mallorca-Gefühl, wenn das Meer immer näher rückt und rechts von uns in der Sonne glitzert.
Die nächsten elf Kilometer genießen wir besonders. Die Beine laufen rund, der Rhythmus stimmt, und wir schauen immer wieder nach rechts hinaus auf das tiefblaue Mittelmeer. Für uns sind das genau die Momente, in denen wir wissen, warum wir das Rennradfahren auf Mallorca so lieben.
Nach rund 23 Kilometern biegen wir rechts Richtung Cala Pi ab. Die letzten vier Kilometer führen leicht bergab, auch wenn der Straßenbelag hier etwas gelitten hat. Uns stört das kaum – wir lassen es locker rollen und erreichen bald den kleinen Ort.
Am Strandzugang stellen wir unsere Räder ab und machen Pause. Die
Cala Pi liegt wunderschön eingebettet zwischen hohen Steilküsten, das Wasser leuchtet türkisblau, und für einen Moment ist einfach nur Genießen angesagt. Genau solche Ziele machen eine Tour für uns perfekt. 😍
Zurück fahren wir zunächst denselben Weg bis zur Hauptstraße und passieren dabei das Weingut Vi-Rei mit seinen weitläufigen Reben – eine Szenerie, die perfekt zum ruhigen Süden der Insel passt.
An der Kreuzung entscheiden wir uns bewusst gegen die Hauptstraße und biegen am „Restaurant Talaiot“ links in die schmale „Carrer de Betlem“ ein. Der Belag ist hier nicht perfekt, dafür ist die Straße herrlich ruhig. Zehn Kilometer lang sind wir nahezu allein unterwegs, radeln durch eine stille, mediterrane Landschaft und genießen diese entspannte Passage sehr.
In Badia Blava erreichen wir wieder die Ma-6014. Von hier geht es auf einer sechs Kilometer langen Abfahrt zurück Richtung S’Arenal – ein schöner Abschluss, bei dem wir es einfach laufen lassen.
Bevor wir endgültig zum Parkplatz zurückkehren, gönnen wir uns noch einen kleinen Abstecher direkt an die Küste und rollen am Meer entlang ins Zentrum. Erst am großen Kreisverkehr gegenüber dem Aqualand schließen wir die Runde – zufrieden, ein wenig müde und mit dem Gefühl, wieder einmal eine perfekte Tour erwischt zu haben. 😉

Tourenprofil: Rennradtour entlang der Südküste zur Cala Pi

Streckenverlauf: S'Arenal - Cala Pi
Diese Rennradtour verbindet alles, was wir am Süden Mallorcas schätzen: ruhige Straßen, Meerblick, moderate Anstiege und mit der Cala Pi ein traumhaftes Ziel. An der Cala Pi sollte man sich unbedingt Zeit für eine Pause nehmen – sei es für einen kurzen Strandspaziergang, ein Erfrischungsgetränk oder einfach, um diesen besonderen Ort zu genießen. Die kleinen Abstriche beim Straßenbelag auf dem Rückweg nehmen wir gerne in Kauf – denn dafür genießen wir eine ruhige Strecke abseits des Verkehrs. Ein perfekter Abschluss ist die Einkehr in S’Arenal, wo sich die Tour entspannt ausklingen lässt.
Noch keine Kommentare vorhanden. Schreibe den ersten Kommentar zu dieser Radtour.