Diese Rennradrunde im Osten Mallorcas hat alles, was wir lieben: welliges Einrollen, einen knackigen Berg, schnelle Passagen auf perfektem Asphalt und zum Schluss einen entspannten Kaffee direkt am Meer.
Los geht’s in Cales de Mallorca. Direkt zum Auftakt rollen wir uns über die sogenannten „Kamelhügel“ in Richtung Cala Murada ein – eine etwa zwei Kilometer lange Bergauf- und Bergab-Passage, die den Kreislauf sanft auf Betriebstemperatur bringt. Danach erreichen wir die Ma-4014, biegen links ab und halten uns nach rund zwei Kilometern im großen Kreisverkehr in Richtung Felanitx / Palma.
Nun befinden wir uns auf der Ma-4010, einer recht stark befahrenen Verbindungsstraße zwischen Porto Cristo, Portocolom und Campos. Leider gibt es hier keinen Seitenstreifen, und Überholmanöver mit wenig Abstand gehören eher zur Regel als zur Ausnahme. Umso größer die Erleichterung, wenn wir nach etwa fünf Kilometern links auf den Radweg abbiegen können. Ab hier lassen sich die letzten Kilometer bis Felanitx wieder deutlich entspannter „runterstrampeln“.
In Felanitx selbst hat man die Wahl: entweder die Umgehungsstraße mit ihren vielen Kreisverkehren – oder gemütlich durch die schmalen Gassen der Altstadt. Wir entscheiden uns für Letzteres und rollen vorbei an kleinen Cafés und der Plaça Espanya mitten hinein ins mallorquinische Leben.
Vom Zentrum aus folgen wir der Beschilderung Richtung Santanyí. Über die „carrer d'en Gabriel Vaquer“ gelangen wir auf die gut ausgebaute Ma-14. Die ersten 2,5 Kilometer ziehen sich gleichmäßig bergauf – ideal, um einen Rhythmus zu finden.
In einer Rechtskurve biegen wir dann links auf die schmale Straße camí del Castell ab. Ab jetzt wird es ernst. Die kommenden fünf Kilometer hoch zum Castell de Santueri verlangen ordentlich Körner. Die Steigung wechselt zwischen moderat und richtig knackig, mit kurzen Rampen im zweistelligen Prozentbereich. Hier kommt man garantiert ins Schnaufen – und ist froh über eine passende Übersetzung.
Insgesamt sind etwa 230 Höhenmeter zu überwinden. Oben angekommen, ist die Anstrengung aber sofort vergessen: Der Ausblick über die Ostküste, das Inselinnere und bis hin zum Meer ist einfach großartig. Nach einer kurzen Trink- und Verschnaufpause geht es auf gleichem Weg zurück. Die Abfahrt ist ein echter Genuss – kurvig, übersichtlich und einfach nur schnell 😉.
Zurück an der Kreuzung biegen wir links ab. Für die nächsten rund zwölf Kilometer erwartet uns eine hervorragend ausgebaute Straße mit fast makellosem Belag. Nach etwa 2,5 Kilometern halten wir uns links in Richtung Calonge bzw. Cala d’Or.
Nach einem kurzen, leichten Anstieg heißt es dann: laufen lassen. Auf den folgenden neun Kilometern können wir richtig Tempo machen und rollen schließlich in die weiße Stadt Cala d’Or ein. Im Zentrum legen wir eine wohlverdiente Pause ein – Cafés und Restaurants gibt es hier mehr als genug. Ein kühles Getränk schmeckt nach dieser Etappe besonders gut 🍻.
Für den Rückweg stehen noch etwa 18 Kilometer auf dem Tacho. Wir verlassen Cala d’Or in Richtung Cala Ferrera und Robinson Club. Nach rund vier Kilometern erreichen wir S’Horta und fahren anschließend auf der gut ausgebauten Ma-4012 / Ma-4014 vorbei an Portocolom zurück nach Cales de Mallorca – locker, flüssig und ohne größere Herausforderungen.

Tourenprofil: Rund um das Castell de Santueri

Streckenverlauf:Rund um das Castell de Santueri
Eine abwechslungsreiche Rennrad-Runde entlang der Ostküste Mallorcas mit einem fordernden, aber absolut lohnenden Abstecher hoch zum Castell de Santueri. Für den Anstieg sollte man über eine gute Grundkondition verfügen – der Ausblick entschädigt jedoch zu 100 Prozent für jede Schweißperle. Cala d’Or bietet sich perfekt für einen entspannten Zwischenstopp an und macht diese Tour rundum gelungen.
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