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Fahrradtour von Cales de Mallorca ins Naturschutzgebiet Punta de N'Amer

Auf ruhigen Nebenstraßen, durch bäuerliche Landschaften und bis ans Meer – mit Castell-Pause und Cala-Romántica-Bonus

01.09.2023
Unser Ziel: Naturschutzgebiet Punta de N'Amer
Unser Ziel: Naturschutzgebiet Punta de N'Amer

Unsere heutige Fahrradtour startet in Cales de Mallorca – Ziel: Punta de n'Amer, ein wunderschöne Naturschutzgebiet auf der Halbinsel bei Sa Coma / Cala Millor. Das Beste an der Runde: Wir sind die meiste Zeit abseits vom Verkehr unterwegs, über kleine Nebenstraßen und Landwirtschaftswege. Zurück geht’s später über Porto Cristo – und als kleines Sahnehäubchen nehmen wir noch einen Abstecher zur Insel Cala Romántica mit.

Los geht’s am Ortsausgang von Cales Richtung Cala Murada. Kaum haben wir den Wasserturm passiert, biegen wir rechts auf einen Nebenweg ab – Richtung „Finca Peter“. Der Untergrund ist hier nicht ganz geschniegelt, ein bisschen rumpelig, aber genau das macht’s irgendwie charmant: kein Verkehr, dafür Weite, Ruhe und dieses typische „Mallorca-Feeling“. Mit Trekkingrad oder Mountainbike ist das Stück jedenfalls problemlos zu fahren. Wir bleiben rund 3 Kilometer auf diesem Weg, bis wir vorne an der Ma-4014 ankommen – der Verbindungsstraße von Portocolom nach Porto Cristo.

Aber keine Sorge: Auf der Hauptstraße bleiben wir wirklich nur kurz. Nach etwa 300 Metern geht's links weg auf den „Camí de Sa Mola“ – und ab hier beginnt einer dieser Abschnitte, wegen denen man solche Touren liebt. Die schmale Straße wurde 2022 neu asphaltiert, ist angenehm wellig und fast immer herrlich ruhig. Es geht ein paar Mal hoch und runter, immer mit freiem Blick über Felder, Fincas und kleine Baumgruppen.

Und dann – fast wie bestellt – tauchen sie wieder auf: unsere Eselfreunde, die „los burros“. Sobald wir uns nähern, stehen sie schon am Zaun, schauen erwartungsvoll und hoffen ganz offensichtlich auf ein kleines Extra. Wer hier Karotten oder Brot dabeihat, wird sofort zum Star der Tour 😉.

Leicht unebener Weg
Auf leicht unebenen Nebenwegen geht es los
Neu geteerte Nebenstraße nach Son Macià
Neu geteerte Nebenstraße nach Son Macià

Kurz vor Son Macià kommt dann noch der letzte Anstieg – der ist tatsächlich ein bisschen zäher. Aber oben angekommen ist alles vergessen: Der Blick öffnet sich und man sieht das kleine Dorf hübsch in der Landschaft liegen, umgeben von einer fast schon friedlichen Weite. Nach insgesamt etwa 7 Kilometern rollen wir über eine längere Abfahrt hinunter bis in den Ort, queren den kleinen Marktplatz und fahren weiter bis zur Hauptstraße. Dort angekommen, halten wir uns zunächst rechts in Richtung Cales de Mallorca. Aber wirklich nur ganz kurz: Nach etwa 150 Metern zweigt links ein Landwirtschaftsweg ab. Ein orangefarbenes Fahrradschild weist uns zuverlässig den Weg Richtung Sa Coma – wer aufmerksam fährt, kann die Abzweigung kaum verfehlen.

Jetzt wird es wieder herrlich ruhig. Der schmale Weg führt uns weiter durch offene Landschaft, vorbei an Feldern und vereinzelten Fincas. Nach rund 1,5 Kilometern ist allerdings kurz Konzentration gefragt: Am Strommast vor einer Finca-Einfahrt müssen wir scharf rechts abbiegen. Hier auf keinen Fall geradeaus weiterfahren!

ruhiger Nebenweg ohne Verkehr
Landwirtschaftsweg ohne Vekehr - hier rechts abbiegen!
Hinweisschild M1 nach Sa Coma
Hinweisschild M1 nach Sa Coma

Auf Landwirtschaftswegen idyllisch durch die Natur

Der Landwirtschaftsweg ist nun durchgehend geteert und führt uns in sanften Bögen durch die typische Kulturlandschaft des Inselostens. Mal schlängelt er sich nach links, mal nach rechts, vorbei an einzelnen Landhäusern, kleinen Mauern und alten Bäumen. Genau diese ruhigen Abschnitte machen den Reiz der Tour aus – kaum Verkehr, viel Weite und dieses angenehme Gefühl, ganz für sich unterwegs zu sein.

Zwischendurch geht es auch einmal deutlich bergab, inklusive einer scharfen Linkskurve. Hier heißt es kurz Tempo rausnehmen und aufmerksam bleiben – vor allem, wenn der Asphalt etwas staubig ist. Danach rollen wir entspannt weiter, bis wir nach etwa 3 Kilometern an ein Stoppschild direkt an der Ma-4015 kommen, der Verbindungsstraße zwischen Cales de Mallorca und Manacor. Auch hier hilft uns wieder der orangefarbene Fahrradwegweiser, der klar die Richtung vorgibt.

Wir folgen der Hauptstraße für rund 600 Meter. Kurz vor einer kleinen Anhöhe biegen wir dann links auf den „Camí dels Pressos“ ab – und sind sofort wieder auf einer angenehm ruhigen Nebenstrecke mit deutlich weniger Verkehr.

Weggabelung mit Wegweiser
Weggabelung mit Wegweiser in Richtung Sa Coma
prächtiger Weinanbau
Weinanbaugebiet mit Blick auf das Meer

Nach etwa einem Kilometer erreichen wir eine Weggabelung und halten uns links. Das orangefarbene Schild bestätigt auch hier: Wir sind richtig. Wenige Augenblicke später passieren wir ein prächtiges Weinanbaugebiet. Ein kurzer Blick nach rechts lohnt sich, denn von hier aus öffnet sich der Blick auf Porto Cristo – dahinter glitzert bereits das Meer am Horizont.

Die schmale Straße bleibt abwechslungsreich und windet sich weiterhin durch die Landschaft. Eine kurze, knackige Steigung fordert noch einmal die Beine – nichts Dramatisches, aber genug, um den Puls kurz nach oben zu treiben 😉.

Nach insgesamt 19 Kilometern treffen wir auf die Ma-4020, die Hauptstraße von Manacor nach Porto Cristo. Wir halten uns rechts, überqueren den „Highway“ bei nächster Gelegenheit und tauchen direkt danach wieder in die Ruhe ein – auf dem „Camí de Sa Gruta“.

Ma-4020 - Nebenweg
Rechts auf dem Nebenweg an der Ma-4020 entlang
Überquerung der Ma-4020
Hier die Ma-4020 überqueren

Die nächsten knapp 4 Kilometer rollen fast von allein. Wir bleiben konsequent auf der schmalen Nebenstraße, bis sie schließlich in die Ma-4021 mündet, die Verbindung von Son Carrió nach S’Illot. Hier biegen wir rechts ab, fahren bis zum Kreisverkehr an der Ma-4023 und halten uns anschließend in Richtung S’Illot.

Nach etwa 26 Kilometern erreichen wir den Ort. Am ersten Kreisverkehr geht es links weiter nach Sa Coma. Jetzt wird es spürbar lebhafter: Hotels, Restaurants und Geschäfte säumen beide Straßenseiten. Wir rollen bis ganz nach vorne zum Parkplatz – und stehen schließlich direkt am Eingang zum Naturschutzgebiet Punta de n’Amer.

Kreisverkehr in S'Illot
Kreisvekehr in S'Illot
Eingang Punta de N'Amer
Eingang ins Naturschutzgebiet Punta de N'Amer

Pause auf der Halbinsel Punta de N'Amer

Im Punta de n’Amer lassen wir es bewusst ruhiger angehen. Auf den nächsten rund 2 Kilometern bleiben wir auf dem breiten, gut zu fahrenden Hauptweg, der uns mitten durch das Naturschutzgebiet führt. Keine Autos, kein Trubel – nur Natur, Wind und dieses angenehme Gefühl, dem Alltag für einen Moment entwischt zu sein.

Ganz entspannt erreichen wir das Castell de n'Amer und das wunderschön gelegene Restaurant direkt am Meer. Ein perfekter Ort für eine ausgedehnte Pause: Räder abstellen, tief durchatmen, etwas trinken – und einfach den Blick schweifen lassen.

Von hier oben hat man einen fantastischen Ausblick über die Küste und hinüber zur kilometerlangen Strandpromenade von Cala Millor. Während unten das Leben pulsiert, herrscht hier oben eine fast meditative Ruhe. Genau dieser Kontrast macht den Stopp am Castell besonders – und zu einem echten Highlight der Tour.

Castell Punta de N'Amer
Castell Punta de N'Amer; dahinter das direkt am Meer gelegene SB-Restaurant

Rückweg nach Cales de Mallorca

Nach der entspannten Pause verlassen wir das Naturschutzgebiet wieder auf dem Hauptweg in Richtung Cala Millor. Die nächsten rund 1,5 Kilometer sind pures Genussradeln: Der Weg schlängelt sich fast direkt am Meer entlang, immer mit Blick auf die Küste, bis zum Ortsübergang Sa Coma / Cala Millor.

Am kleinen Kreisverkehr wechseln wir auf den Radweg und rollen entspannt Richtung Zentrum von Sa Coma. Nach gut 1,5 Kilometern stehen wir wieder am bekannten Eingang zum Naturschutzgebiet – ein kurzer Moment der Orientierung, dann geht es weiter. Wir bleiben auf dem Hauptweg und radeln nun in südlicher Richtung durch S'Illot. Bis zum Ortsausgang begleitet uns das ruhige Dahinrollen, bevor nach einer scharfen Rechtskurve die Ma-4023 vor uns liegt – die Verbindungsstraße von Cala Millor nach Porto Cristo.

Hier halten wir uns links auf den Fahrradweg und folgen ihm bis nach Porto Cristo. In der Stadt geht es leicht bergab hinunter zum Hafen. Wie so oft bleiben wir kurz stehen und schauen hinüber zum Wasser – und natürlich darf auch der Blick auf den schwarzen, bulligen Katamaran von Rafael Nadal nicht fehlen. Ein markanter Anblick und ein schöner, fast schon vertrauter Zwischenstopp auf dem Rückweg.

Abstecher zur wunderschönen Cala Romántica

Wir verlassen Porto Cristo und nehmen im letzten Kreisverkehr, der gleichzeitig auch zu den Drachenhöhlen führt, den Fahrradweg auf der linken Straßenseite. Die Strecke lässt sich angenehm fahren und nach etwa 2 Kilometern zweigt linkerhand die Straße Richtung Cala Mendia / Cala Anguila ab.

Wir folgen der verkehrsberuhigten Straße für rund 700 Meter und biegen anschließend rechts zur Cala Mendia ab. Am Strandzugang vorbei geht es nun erst einmal bergauf – ein letzter kleiner Kraftakt – bevor wir auf der anderen Seite wieder hinüberrollen nach Estany d'en Mas, besser bekannt als Insel Cala Romántica.

Die Bucht ist jedes Mal ein kleines Highlight. Im Sommer steht hier eine entspannte Coco-Beach-Bar direkt am Strand, die förmlich dazu einlädt, noch einmal abzusteigen. Ein kühles Getränk, die Füße im Sand und der Blick aufs türkisfarbene Wasser – perfekter Ort für eine letzte Pause, bevor es endgültig zurückgeht.

Abstecher zur Cala Romántica
Abstecher zur Cala Romántica
Coco-Beach Bar
Chillige Coco-Beach Bar am Strand der Cala Romántica

Letzte Kilometer zurück nach Cales

Von der Insel Cala Romántica aus sind es noch etwa 10 Kilometer bis zurück nach Cales de Mallorca. Zunächst wartet noch einmal der Anstieg hinauf zur Ma-4014. Oben angekommen biegen wir links auf die Hauptstraße in Richtung Manacor / Portocolom ab. Hier ist zwar etwas mehr Verkehr unterwegs, aber zum Glück bleibt es bei rund 6 Kilometern, bis wir links nach Cales abbiegen können.

Der Schluss der Tour entschädigt dann für alles: Die letzten 3 Kilometer rollen wir wieder ganz entspannt dahin – mit ständigem Meerblick, der diesen abwechslungsreichen Radtag wunderbar abrundet 😊.

Fahrradtour

mittelschwer
↔ 55,5 km     🕓 3:30h     ▲ 590 Hm     🔆 ganzjährig     🍴 Vielfältig     📍 GPX-Datei     extern komoot-Tour
mittelschwer
Länge der Tour:
55,5 km
Höhenmeter:
590 Hm
🔆
Beste Jahreszeit:
ganzjährig
🍴
Einkehrmöglichkeit:
Vielfältig
📍
Download:
extern
komoot:

Tourinfo

Tourenprofil - Radtour Punta de N'Amer
Tourenprofil: Cales - Radtour Punta de N'Amer

Radtour Punta de N'Amer
Streckenverlauf: Cales - Radtour Punta de N'Amer

Unser Fazit

Diese Fahrradtour gehört definitiv zu unseren Favoriten im Inselosten. Sie verbindet ruhige Nebenstraßen, idyllische Landwirtschaftswege und herrliche Küstenabschnitte zu einer äußerst abwechslungsreichen Runde. Besonders schön ist der Kontrast zwischen ländlicher Ruhe, dem lebhaften Küstenort Sa Coma und der fast schon ursprünglichen Natur im Naturschutzgebiet Punta de n’Amer.

Das Castell mit Meerblick ist ein perfekter Ort für eine entspannte Pause, während der Abstecher zur Insel Cala Romántica die Tour mit einem echten Postkartenmotiv abrundet. Trotz einzelner verkehrsreicher Abschnitte überwiegt klar das entspannte Radeln abseits der Hauptstraßen. Eine ideale Tour für Genießer, die Mallorca gern aktiv und abseits des Trubels entdecken möchten.

Ziel: Castell Punta de N'Amer

Bereitgestellt durch OpenStreetMap
Castell Punta de N'AmerGEO Koordinaten [39.58114, 3.3962]

Weitere Impressionen unserer Fahrradtour

Vorbei an der Finca Peter
Vorbei an der Finca Peter
Nebenweg in Richtung Son Maciá
Nebenweg in Richtung Son Maciá
Ruhige Nebenstraße nach Son Macià
Ruhige Nebenstraße nach Son Macià
Radweg M1 nach Sa Coma
Radweg M1 nach Sa Coma
Ponnystation im Punta de N'Amer
Ponnystation im Punta de N'Amer
Pause am Castell
Pause im Restaurant am Castell
Blick nach Cala Millor
Blick nach Cala Millor
Natur pur
Natur pur - einfach traumhaft schön 😉
Weg zurück nach Coma
Hauptweg zurück aus dem Naturschutzgebiet
Vorbei an der Finca Peter
Vorbei an der Finca Peter
Nebenweg in Richtung Son Maciá
Nebenweg in Richtung Son Maciá
Ruhige Nebenstraße nach Son Macià
Ruhige Nebenstraße nach Son Macià
Radweg M1 nach Sa Coma
Radweg M1 nach Sa Coma
Ponnystation im Punta de N'Amer
Ponnystation im Punta de N'Amer
Pause am Castell
Pause im Restaurant am Castell
Blick nach Cala Millor
Blick nach Cala Millor
Natur pur
Natur pur - einfach traumhaft schön 😉
Weg zurück nach Coma
Hauptweg zurück aus dem Naturschutzgebiet

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