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Rennradtour im Südosten nach Santanyí

Schöne Tour nach Santanyí und durch den Naturpark Mondragó und Cala D'Or zurück

28.06.2023
Santanyí
Santanyí im Südosten der Insel

Los geht’s in Cales de Mallorca – der Puls ist ruhig, die Beine frisch, der Asphalt wartet. Wir rollen ein in Richtung Cala Murada und nehmen direkt die ersten Wellen mit: die legendären „Kamelhügel“. Zwei Kilometer ständiges Auf und Ab – perfekt, um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Kein brutaler Anstieg, aber rhythmisch genug, um die Oberschenkel wachzuküssen. Wer hier zu schnell startet, spürt es später. Also lieber sauber treten, Trittfrequenz finden und ins Rollen kommen.

An der Ma-4014 biegen wir links ab, orientieren uns nach gut zwei Kilometern im großen Kreisverkehr Richtung Felanitx / Palma und tauchen auf die Ma-4010 ein. Hier heißt es: konzentriert bleiben. Die Straße ist eine wichtige Verbindungsachse zwischen Portocolom, Porto Cristo und Campos – entsprechend lebhaft geht es zu. Ein Seitenstreifen fehlt leider, und manche Überholmanöver sind… nennen wir es sportlich. Also Linie halten, Tempo konstant fahren und selbstbewusst auftreten.

Nach rund fünf Kilometern dann die kleine Erlösung: links geht es auf den Radweg. Jetzt wird es ruhiger, der Verkehr verschwindet im Hintergrund, und wir können die letzten Kilometer bis Felanitx locker ausrollen lassen. Hier läuft es – gleichmäßiger Tritt, Blick über die leicht hügelige Landschaft, Mallorca-Feeling pur.

In Felanitx selbst hast du die Wahl: außen herum über die Umgehungsstraße mit ihren zahlreichen Kreisverkehren – funktional, aber wenig Charme. Oder mitten hinein ins Herz der Stadt. Wir entscheiden uns für die zweite Variante. Durch schmale Gassen schlängeln, kurz Tempo rausnehmen, Kopfsteinpflaster unter den Reifen spüren und das authentische Mallorca erleben. Ein Highlight dabei: die Plaça Espanya, wo das Leben ganz entspannt seinen Lauf nimmt.

Hier wird aus Training plötzlich Genuss. 🚴🌞

Enge Gassen in Felanitx
Enge Gassen in Felanitx
Plaça Espanya
Plaça Espanya mit zahlreichen Cafè-Restaurants

Ruhige Landstraße bis nach Santanyí

Raus aus dem Zentrum von Felanitx, kurz sortieren – und dann immer den Schildern „Santanyí“ folgen. Über die „carrer d'en Gabriel Vaquer“ rollen wir aus der Stadt und biegen rechts auf die hervorragend ausgebaute Ma-14 ab. Ab hier beginnt einer dieser Abschnitte, die man auf dem Rennrad einfach liebt.

Die ersten drei Kilometer ziehen sich ganz leicht bergauf – nichts Dramatisches, aber genug, um Druck aufs Pedal zu bringen und einen sauberen Trainingspuls zu finden. Kein Wiegetritt nötig, einfach sitzen bleiben, gleichmäßig kurbeln und Geschwindigkeit aufbauen.

Ein paar sanfte Kurven später taucht das idyllische Dorf Cas Concos des Cavaller vor uns auf. Natursteinfassaden, Palmen, mallorquinische Gelassenheit. Kurz Tempo rausnehmen, einmal durchatmen – und weiter geht’s. Natürlich wieder der Beschilderung Richtung Santanyí folgend. Wir bleiben auf der Ma-14.

Die verbleibenden rund zehn Kilometer sind eine echte Genussstrecke. Leicht wellig, aber schnell. Hier kann man es laufen lassen. Aeroposition, Blick nach vorne, sauberer Tritt. Der Fahrtwind rauscht in den Ohren, links und rechts ziehen Felder und Mandelbäume vorbei. Genau diese Momente machen eine Rennradtour im Südosten so besonders.

Pause im Herzen von Santanyí

Im Zentrum rollen wir direkt auf den Marktplatz – einer der schönsten Plätze im Südosten der Insel. Dominierend erhebt sich die mächtige Kirche Església de Sant Andreu mit ihrer markanten Sandsteinfassade – ein perfekter Spot für eine Pause. Direkt vor der Kirche finden wir noch freie Plätze in einem der zahlreichen Cafés. Helm ab, Sonnenbrille hoch, Espresso bestellen. Vielleicht noch ein Bocadillo oder ein Stück Ensaimada. Die Beine dürfen kurz entspannen, während wir das bunte Treiben auf dem Platz beobachten.

Trainingskilometer sammeln ist das eine – aber solche Stopps gehören auf Mallorca einfach dazu. 😉

Café-Restaurant in Santanyí
Pause in Santanyí
Chillig
Chillig 😉

Rückfahrt durch den Naturpark Mondragó

Wir verlassen Santanyí nordwärts in Richtung Portocolom / Cala D'Or – doch statt auf der Hauptstraße zu bleiben, wählen wir die schönere Variante. Im letzten Kreisverkehr halten wir uns rechts, rollen ein Stück zurück und tauchen dann links auf einen kleinen Nebenweg ab. Genau hier beginnt der landschaftliche Höhepunkt der Tour.

Auf rund neun Kilometern fahren wir durch eine stille, fast meditative Szenerie. Kaum Verkehr, schmaler Asphalt, Natur pur. Vor uns öffnet sich immer wieder der Blick auf das sanft geschwungene Llevant-Gebirge. Der Belag ist schmal, teils leicht rau – aber gut fahrbar. Hier zählt nicht nur der Speed, sondern das Erlebnis. Gleichmäßiger Druck auf dem Pedal, Schultern locker, Blick schweifen lassen. So fühlt sich Rennradfahren auf Mallorca an.

Der Weg führt uns direkt hinunter nach Portopetro – ein kleines, charmantes Hafenörtchen mit entspanntem Flair. Fischerboote schaukeln im Wasser, Cafés liegen direkt an der Promenade. Kurz durchrollen, vielleicht einen Schluck aus der Flasche – und weiter geht’s.

Naturpark Mondragó
Es geht durch den „Parc Natural de Mondragó“
Portopetro
Hafen in Portopetro

Nur wenige Minuten später erreichen wir die strahlend weiße Siedlung von Cala D'Or. Die ibizenkisch anmutende Architektur mit ihren hellen Fassaden bildet einen starken Kontrast zur naturbelassenen Strecke zuvor. Hier pulsiert besonders in der Saison das Leben. Unzählige kleine Bars und Restaurants säumen die Straßen – perfekte Gelegenheit für einen letzten Cappuccino oder eine kalte Cola als „Finisher-Drink“.

Wir verlassen Cala D'Or in Richtung Robinson Club bzw. Cala Ferrera und nehmen Kurs auf S'Horta. Noch einmal vier Kilometer mit leichten bergauf-bergab Passagen, bevor wir auf die gut ausgebaute Ma-4012 / Ma-4014 wechseln. Jetzt heißt es: Fokus auf die letzten Kilometer. Vorbei an Portocolom, leicht wellig, aber flüssig zu fahren.

Die Beine spüren die Distanz inzwischen, doch der Rhythmus stimmt. Mit gleichmäßigem Tritt geht es zurück nach Cales de Mallorca – zufrieden, vielleicht etwas salzig vom getrockneten Schweiß, aber mit diesem breiten Grinsen im Gesicht, das nur eine richtig gute Rennradrunde hinterlässt.

Mallorca-Trainingstag? Erfolgreich absolviert. 🌞

Tourinfo

leicht
↔ 60,2 km     🕓 2:30h     ▲ 500 Hm     🔆 ganzjährig     🍴 vielfältig     📍 GPX-Datei     extern komoot-Tour
leicht
Länge der Tour:
60,2 km
Höhenmeter:
500 Hm
🔆
Beste Jahreszeit:
ganzjährig
🍴
Einkehrmöglichkeit:
vielfältig
📍
Download:
extern
komoot:

Tourenprofil

Tourenprofil - Rennradtour nach Santanyí
Tourenprofil: Rennradtour nach Santanyí

Rennradtour nach Santanyí
Streckenverlauf: Rennradtour nach Santanyí

Unser Fazit

Eine abwechslungsreiche und sportlich sehr schöne Rennradtour durch den Südosten Mallorcas. Schnelle, gut ausgebaute Landstraßen wechseln sich mit herrlich ruhigen Abschnitten ab – besonders rund um den Naturpark Mondragó. Genau diese Mischung aus Tempo und Natur macht die Runde so reizvoll. Der Stopp in Santanyí ist ein echtes Highlight. Mittwochs und samstags (Wochenmarkt) ist es dort allerdings sehr voll – wer es entspannter mag, wählt besser einen anderen Tag.

Unterm Strich, eine perfekte Kombination aus Training, Flow und Mallorca-Genuss. 😉

Ziel: Santanyí

Bereitgestellt durch OpenStreetMap
Santanyí im Südosten der InselGEO Koordinaten [39.3545, 3.1282]

Weitere Impressionen unserer Rennrad-Tour

Radweg nach Felanitx
Ruhiger Radweg nach Felanitx
Schmale Gassen in Felanitx
Schmale Gassen in Felanitx
Son Terrassa
Vorbei am Restaurant „Son Terrassa“
Santanyí
Nette Geschäfte in Santanyí
Rechts durch den Naturpark
Rechts in Richtung Parc Natural de Mondragó
Restaurants in Cala D'Or
Zahlreiche Restaurants in Cala D'Or
Radweg nach Felanitx
Ruhiger Radweg nach Felanitx
Schmale Gassen in Felanitx
Schmale Gassen in Felanitx
Son Terrassa
Vorbei am Restaurant „Son Terrassa“
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Rechts durch den Naturpark
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Restaurants in Cala D'Or
Zahlreiche Restaurants in Cala D'Or

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